FDP Horstmar

Horstmarer Schweinerei



Jetzt haben wir die Sauerei!

 

In meiner schier unglaublichen Naivität war ich der Meinung, die Stadt Horstmar / Bürgermeister Wenking hätte ein gut durchdachtes Konzept für die ehemalige Schleckerfiliale beim Kauf eben dieser.

Aber nein! Wie immer wird zuerst Geld ausgegeben in der Hoffnung, dass ihnen die optimale ultimative Lösung dann schon von alleine zufliegt. Natürlich gab es mal wieder kein Konzept!

Und jetzt müssen wir uns bei einem Spaziergang durch unsere historische Altstadt auch noch diese Sauerei in den Auslagen ansehen. Für mich und für viele Horstmarer Bürger ist das jetzt der Gipfel der Peinlichkeit.

Eine Zumutung für die Horstmarer Kaufmannschaft, die immer bemüht ist, sich ansprechend zu präsentieren. Ohne Ideen, ohne Konzepte sonnen sich die Verantwortlichen in ihrer Selbstgefälligkeit.

Horstmar macht sich einfach billig, bemüht sich wacker, den Rest der Welt vor den Toren zu lassen und ist auch noch stolz darauf. Das ist wahre Tourismusförderung!

Karin Saatjohann
FDP Horstmar

Abgedruckt in den Westfälischen Nachrichten am 03.01.2014:
 
 

Westfälische Nachrichten vom 04.01.2014

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Weitere Reaktionen
Leserbrief des Uwe Veltrup in der ungekürzten Fassung:

Quadratisch - praktisch - klug?

Als Bürger, der nicht in Horstmar, sondern in der Nachbargemeinde Laer wohnt, habe ich in der Vergangenheit ganz oft den Hut gezogen vor dem kulturellen Engagement der Horstmarerinnen und Horstmarer. Sehr gut kann ich mich noch an das von Engelbert Glock initiierte und koordinierte Historienspiel erinnern. Oder an die niveauvollen Rosenmärkte im Münsterhof mit Strahlkraft sogar über das Münsterland hinaus. Wie wichtig die "Kultur der Eigeninitiative" in einer kleinen Kommune ist, hat übrigens die Leserbriefschreiberin und die liberale Vorzeigefrau Karin Saatjohann mit den von ihr organisierten und grandiosen Lesungen vorbildlich demonstriert. Vor diesem Hintergrund kann ich mir gut vorstellen, wie sich eine kulturbegeisterte Bürgerin Horstmars beim Blick in das Schaufenster des Schlecker-Marktes, beim Blick auf 1.000 "Kunst-Schweine" peinlich berührt und mit geschockter Mimik abwendet… Das ist ja nur noch durch eine Gartenzwerg-Ausstellung - begrenzt durch einen Jägerzaun - zu toppen…

Dabei hätte die Stadt mit den Burgmannshöfen und dem einzigartigen, quadratisch angelegten Stadtzentrum doch so viel zu bieten. Dementsprechend habe ich übrigens das Konzept des ehemaligen Horstmarer "Kulturministers" Engelbert Glock immer - in Anlehnung an den Slogan einer bekannten Schokoladen-Marke im markanten Format immer als "Quadratisch - praktisch - klug" bezeichnet. Spätestens mit dieser "Schweine-Austellung" wird deutlich, wie sehr die Kompetenz von Engelbert Glock, der offensichtlich mit dem autoritär-provinziellen Führungsstil von Bürgermeister Wenking nicht klar kam, in der Stadtverwaltung, im "wenkingschen Herrschaftsgebiet", fehlt.

Vielleicht fragen sich jetzt Bürgermeister Wenking und andere Horstmarer, weshalb ich es als Laerer "wage", mich in die Kulturpolitik meiner Nachbarstadt einzumischen. Hier ist die Antwort: Ich bin ein Feind des Kirchturmdenkens, hingegen ein "Freund der offenen Gesellschaft", in Anlehnung an den Titel eines Klassikers des berühmten liberalen Philosophen Sir Karl R. Popper. Deshalb: Lasst uns doch endlich auch beim Kulturangebot "grenzenlos" denken. Noch besser "grenzenlos gut", denn ich bin auch ein Anhänger von Qualität. Nur so und mit kreativen, intelligenten Kooperations-Konzepten können sich kleine Gemeinden wie Laer, Altenberge, Nordwalde und Städte wie Steinfurt und Horstmar ein herausragendes, vielfältiges Kulturprogramm leisten und sich so von ihrer besten Seite zeigen, um die Attraktivität der Kommunen zu steigern, um potentielle Investoren - Stichwort "weiche Standortfaktoren" - zu überzeugen, um den Tourismus zu fördern und - nicht zuletzt - auch, um die Bürgerinnen und Bürger bei kulturellen Veranstaltungen zusammen zu bringen, damit Kontakte geknüpft und Freundschaften vertieft werden können. Letzte Bemerkung: Jeden Satz des Leserbriefes meiner liberalen Parteifreundin Karin Saatjohann habe ich gedanklich ganz dick und blau-gelb unterstrichen. Mag sein, dass es andere Leserinnen und Leser anders sehen. Dann freue ich mich auf weitere Leserbriefe. Denn es gibt noch etwas, das mit "Kultur" zu tun hat: "Streitkultur" - für viele ein Fremdwort, aber das ist ein anderes Thema…

Und nicht nur Horstmarer Bürger sind verwundert:


Westfälische Nachrichten vom 06.01.2014

 

Westfälische Nachrichten vom 10.01.2014
   

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