FDP Horstmar

Besuch bei Schitz Cargobull

 

215 Auszubildende werden bei Schmitz Cargobull auf ihr Berufsleben vorbereitet. Das erfuhren die FDP - Bundestagsabgeordneten Claudia Bögel (vorn links) und Klaus Breil (links außen) beim Besuch der Firmenzentrale in Horstmar. Dort begrüßte Vorstands-vorsitzender Ulrich Schümer (hinten Mitte) die Wirtschaftspolitiker, die von Karin Saatjohann (vorn Mitte) und Gabriela Pansegrau vom Ortsverband Horstmar sowie Martin Gerhardy vom Regionalrat Münster (hinten links) und dem JuLi-Kreisvorsitzenden Florian Wittrock (hinten rechts) begleitet wurden.

Erst im vergangenen Jahre habe man die Zahl der Ausbildungsstel-len um 30 angehoben, um dem Fachkräftemangel auch im eigenen Unternehmen zu begegnen, informierte Schümer die Gäste. Bögel wie auch Breil lobten das Engagement als vorbildlich. „Es ist wichtig, daß auch im Münsterland umfassend ausgebildet wird, um die Fachleute dann dauerhaft in der Region zu halten. Nur so können die Betriebe insbesondere im ländlichen Bereich bestehen“, erklärte die Steinfurter Abgeordnete. Sie hatte Ulrich Schümer erst vor wenigen Wochen mit dem IHK-Geschäftsführer Wieland Pieper nach Berlin eingeladen,
um gemeinsam mit Politikern im von ihr initiierten Gesprächsforum Mittelstand über Herausforderungen und Perspektiven im industriellen Mittelstand zu diskutieren.

„Mit unserer gemeinsamen Akzeptanzoffensive „GEMEINSAM.ZUKUNFT.LEBEN.“ möchten wir dem sinkenden Image und der verlorenen Akzeptanz in der Gesellschaft gegenüber der Industrie entgegenwirken“, informierte Schümer. Mit der IHK bündele die Industrie ihre Kräfte und werbe bei den Menschen für die Unternehmen vor Ort: auf dem Marktplatz, im Kindergarten oder im Altersheim. Man wolle den ökonomischen, ökologischen und sozialen Nutzen von Industrie sichtbar machen und erreichen, daß Mitarbeiter und Menschen in der Region zu Recht stolz seien auf das, was ihre Industrie leiste.

„Die Bildung ist bei unseren Mitarbeitern entscheidend“, redete Schümer Klartext. Nicht alle Schulabgänger könnten eingestellt werden. Wenn es beispielsweise Defizite bei den Grund-rechenarten und bei der Rechtschreibung gebe, sei das ein gravierendes Problem. Nicht nur er beklage diesen Mißstand, erklärte Claudia Bögel. Vertreter von IHK und Handwerkskammer wie auch Vertreter des industriellen Mittelstandes hätten ihr gegenüber ähnliche Aussagen gemacht. Nur die Schulen selbst könnten hier für eine Besserung sorgen. „Die Wirtschaft braucht Fachleute, um sich ständig weiter zu entwickeln. “, brachte es die mittelstandspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion auf den Punkt. „Wer sich fortbildet, dem stehen alle Möglichkeiten und Türen offen “, weiß Claudia Bögel. Sie verwies darauf, daß Firmen heute in erster Linie nicht Hochschulabsolventen suchten, sondern die gut ausgebildeten Fachleute, die auch anzupacken wüssten.

Schmitz Cargobull sei kein Betrieb, der große Mengen an Energie verbrauche, informierte Ulrich Schümer auf die Frage von Klaus Breil, dem energiepolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, der in Steinfurt aufgewachsen ist. „Wir schweißen nicht, wir schrauben alle Teile zu-sammen“, so der Vorstandsvorsitzende. Das Unternehmen stehe nach erfolgreich überstandener Krise heute wieder auf sehr soliden Füßen. Für den
Vorstandsvorsitzenden sind eine flexible Arbeitsmarktpolitik und Fairness gegenüber Leiharbeitern wichtig. „Wir arbeiten daher ausschließlich mit Leiharbeitsfirmen zusammen, die equal pay und equal treatment unterstützen“, betonte Schümer. Eine gleiche Bezahlung und Behandlung von Stamm- wie Leiharbeitern garantiere ein gutes Betriebsklima, was entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg sei, betonte Schümer.

Claudia Bögel begrüßte diese Unternehmensstrategie als ein positives Signal aus der Industrie. Es zeige, daß auch schnell wachsende Industrieunternehmen soziale Verantwortung übernähmen und keineswegs als „egoistische Ausbeuter“ betrachtet werden könnten.

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